Verbum Domini

 

Nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit.
Psalm 119,43

Losung des Tages – ausgelost von der Herrnhuter Brüdergemeine>>

Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
2.Timotheus 4,3-4

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Tagesevangelium nach katholischer Leseordnung:

Psalm 8,2.5.6-7.8-9. Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; über den Himmel breitest du deine Hoheit aus. Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt. All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht. Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel Um jeden Morgen das Evangelium per E-Mail zu bekommen melden Sie sich an:evangeliumtagfuertag.org

Evangelium nach Lukas 24,35-48. Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

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Reiche uns deine helfende Hand, Adonaj.

Kommt nun, lasst uns wandeln im Licht des Herrn!

(Jesaja 2,5)

Losung des Tages>>

Unsere Überzeugung

Wir glauben an eine Welt, in der jedes Kind lesen kann, frei atmen kann, sich frei bewegen kann, sich ohne Angst im Spiel vertiefen kann.

Wir glauben nicht an Viren, Angst, Demütigung, Maskierung, Vermummung. Wir glauben an „Gesicht zeigen“, „Aufeinander zugehen“. Wir umarmen uns und spüren den Anderen. Wir segnen. Wir fürchten uns nicht voreinander. Wir glauben an Jesus Christus, der auch zu den Aussätzigen und Blutflüssigen ging, sie berührte, ohne Angst. Wir glauben daran, dass Menschen einander heilen können, indem sie sich wahrnehmen und als Kinder Gottes begreifen. Denn „wir sind es“, sagt Jesus.

Wir glauben, dass Kirche Tischgemeinschaft ist, die niemand ausschließt, der daran teilnehmen will und bereit ist, das DU im Miteinander zu leben und zu einem WIR werden zu lassen;  im Teilen von Brot und Wein, im Heiligen Geist, im Glauben an Jesus Christus als Weg, Wahrheit und das Leben, an den Auferstandenen, das lebendige Wort Gotte, das Nadelöhr.Im Brechen von Brot und im Teilen von Wein erkennen wir die Gegenwart von Leib und Blut Christi, den man verfolgte, weil er den Menschen nahe war, weil er heilte – auch am Schabatt – , weil er die Gesetze für den Menschen und nicht den Menschen für das Gesetz sah. Wir glauben an Ecclesia, an Gemeinde.

Sie besuchen sich gegenseitig, sie spenden Sakrament (sacra mentum – heiliger Geist) und stärken sich im Glauben, in der Liebe, in der Hoffnung.

Sie sind nicht Diener des Staates sondern einzig Diener der Liebe Gottes.

Alles das beinhaltet auch die Wahrheit in Wissenschaft und Forschung.

Da darf nicht ein einziger Professor, der der Regierung dienlich ist, das Sagen haben. Da ist jeder Teil der Gemeinschaft der Forschenden. Da werden Fragen beantwortet und Unterschiede ausgetauscht. Da gibts keine Pressezensur oder Verweigerung des Gesprächs, wie wir das seit langem wahrnehmen. Da werden Menschen nicht von Kirchentagen, Synoden, Konferenzen, Gottesdiensten ausgeschlossen, weil sie dort unmaskiert erscheinen oder sagen, was sie denken und fühlen. Da darf nicht niedergeschrieen werden, sondern da muss die stützende Hand jedem das Recht geben, das zu sagen, was ihm am Herzen liegt, solange es zum Ziel hat, Freiheit, Frieden, Liebe, Demokratie, Wahrheit zu sagen.

Wahrheit wird da nicht diktiert sondern eruiert. Und wer die Wahrheit „gepachtet“ hat, muss sich dennoch hinterfragen lassen und darf dem nicht ausweichen. Rechenschaft ist gefragt, wo der Verdacht eines Verbrechens besteht. Macht darf niemals missbraucht werden. Und Macht haben Mehrheiten, aber auch einzelne Amtspersonen. Vor allem, wenn sie Einfluss auf Gruppen haben.

 

Teile Brot und Wein – teile Zeit – teile Gebet und Gesang!

ERSTER JOHANNESBRIEF 4,11-18.

Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt. Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott. Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet.

ANTWORTPSALM

PSALM 72(71),1-2.10-11.12-13.

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, dem Königssohn gib dein gerechtes Walten! Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit und deine Armen durch rechtes Urteil. Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben. Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit, den Armen und den, der keinen Helfer hat. Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen, er rettet das Leben der Armen.

EVANGELIUM

EVANGELIUM NACH MARKUS 6,45-52.

Nachdem Jesus die fünftausend Männer gespeist hatte, forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren. Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Spät am Abend war das Boot mitten auf dem See, er aber war allein an Land. Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache ging er auf dem See zu ihnen hin, wollte aber an ihnen vorübergehen. Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf. Alle sahen ihn und erschraken. Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Dann stieg er zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Sie aber waren bestürzt und außer sich. Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah; ihr Herz war verstockt.

4. Sonntag der Fastenzeit – Laetare Zweites Buch der Chronik 36,14-16.19-23. In jenen Tagen begingen alle führenden Männer Judas und die Priester und das Volk viel Untreue. Sie ahmten die Gräueltaten der Völker nach und entweihten das Haus, das der Herr in Jerusalem zu seinem Heiligtum gemacht hatte. Immer wieder hatte der Herr, der Gott ihrer Väter, sie durch seine Boten gewarnt; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung. Sie aber verhöhnten die Boten Gottes, verachteten sein Wort und verspotteten seine Propheten, bis der Zorn des Herrn gegen sein Volk so groß wurde, dass es keine Heilung mehr gab. Die Chaldäer verbrannten das Haus Gottes, rissen die Mauern Jerusalems nieder, legten Feuer an alle seine Paläste und zerstörten alle wertvollen Geräte. Alle, die dem Schwert entgangen waren, führte Nebukadnezzar in die Verbannung nach Babel. Dort mussten sie ihm und seinen Söhnen als Sklaven dienen, bis das Reich der Perser zur Herrschaft kam. Da ging das Wort in Erfüllung, das der Herr durch den Mund Jeremias verkündet hatte. Das Land bekam seine Sabbate ersetzt, es lag brach während der ganzen Zeit der Verwüstung, bis siebzig Jahre voll waren. Im ersten Jahr des Königs Kyrus von Persien sollte sich erfüllen, was der Herr durch Jeremia gesprochen hatte. Darum erweckte der Herr den Geist des Königs Kyrus von Persien und Kyrus ließ in seinem ganzen Reich mündlich und schriftlich den Befehl verkünden: So spricht Kyrus, der König von Persien: Der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Reiche der Erde verliehen. Er selbst hat mir aufgetragen, ihm in Jerusalem in Juda ein Haus zu bauen. Jeder unter euch, der zu seinem Volk gehört – der Herr, sein Gott, sei mit ihm -, der soll hinaufziehen.

Psalm 137(136),1-2.3.4-5.6. An den Strömen von Babel, da saßen wir und weinten, wenn wir an Zion dachten. Wir hängten unsere Harfen an die Weiden in jenem Land. Dort verlangten von uns die Zwingherren Lieder, unsere Peiniger forderten Jubel: «Singt uns Lieder vom Zion!» Wie könnten wir singen die Lieder des Herrn, fern, auf fremder Erde? Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll mir die rechte Hand verdorren. Die Zunge soll mir am Gaumen kleben, wenn ich an dich nicht mehr denke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe.

Brief des Apostels Paulus an die Epheser 2,4-10. Brüder! Gott, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht. Aus Gnade hat er uns gerettet. Er hat uns mit Christus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben. Dadurch, dass er in Christus Jesus gütig an uns handelte, wollte er den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zeigen. Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt -, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann. Seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im voraus bereitet hat.

Evangelium nach Johannes 3,14-21. In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind. Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

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Psalm 8,2.5.6-7.8-9.

Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt.

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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Evangelium nach Lukas 24,35-48.

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach.
Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen?
Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.
Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?
Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch;
er nahm es und aß es vor ihren Augen.
Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist.
Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.
Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen,
und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
Ihr seid Zeugen dafür.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm:
Seine Schulter hab‘ ich von der Bürde befreit,
seine Hände kamen los vom Lastkorb.
Du riefst in der Not, und ich riss dich heraus.

Ich habe dich aus dem Gewölk des Donners erhört,
an den Wassern von Meriba geprüft.
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen!
Israel, wolltest du doch auf mich hören!

Für dich gibt es keinen andern Gott.
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
Ich bin der Herr, dein Gott,
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten.

Ach dass doch mein Volk auf mich hörte,
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Ich würde es nähren mit bestem Weizen
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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Buch Hosea 14,2-10.

So spricht der Herr: Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.

Kehrt um zum Herrn, nehmt Worte der Reue mit euch und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld von uns und lass uns Gutes erfahren! Wir danken es dir mit der Frucht unserer Lippen.

Assur kann uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr:

Unser Gott. Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen.

Ich will ihre Untreue heilen und sie aus lauter Großmut wieder lieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt.

Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es aufblüht wie eine Lilie und Wurzeln schlägt wie der Libanon.

Seine Zweige sollen sich ausbreiten, seine Pracht soll der Pracht des Ölbaums gleichen und sein Duft dem Duft des Libanon.

Sie werden wieder in meinem Schatten wohnen; sie bauen Getreide an und gedeihen wie die Reben, deren Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon.

Was hat Efraim noch mit den Götzen zu tun? Ich, ja ich, erhöre ihn, ich schaue nach ihm. Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht.

Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es.

Ja, die Wege des Herrn sind gerade; die Gerechten gehen auf ihnen, die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.

In der Genesis schildern die Autoren die Anfänge der Menschheit und wie sie mit dem ersten Wort, das sie als Geschenk Gottes erfuhren, nach und nach Erfahrungen machten mit dem Schöpfergeist, der sie sich entwickeln ließ und der bis heute seine Kraft gibt, dass wir Frieden unter den Menschen schaffen. Das Buch schildert aber auch, wie die Menschen irre gingen, vermeintlich Gott folgten und dabei unlautere Wege gingen oder bewusst gegen die Gebote, die Erkenntnis von Gut und Böse, verstießen und über Generationen hinweg Unfriede stifteten. Gottes guter Geist der Liebe nahm seine Kinder stets wieder an, wenn sie umkehrten und seiner Hilfe bedurften. Dies ging, das lernten die Menschen, über Meditation, Stille, Einsamkeit und das Gebet. Das Gespräch mit dem Schöpfergeist über die Klage, die Trauer, die Verzweiflung, die Hilflosigkeit, den Glauben an den Höchsten, Adonaj, JHW, den, der immer da war und sein wird – bei Tag und bei Nacht. Die Psalmen drücken das Menschliche aus, aber auch das, was uns erwartet und wofür wir danken können. Die Psalmen beteten und beten die Menschen, die sich zum Volk Gottes zählen dürfen – die Glaubenden, die seine Gebote halten und ihm folgen.

Die Evangelien sind – wie das Wort EvAngelium bereits sagt – die Botschaften derer, die in Jesus Christus Heilung und Trost, Stärkung und Vorbild fanden. Später wird man sie „Christen“ nennen, weil man sie an ihren Werken erkannten. Der Weg dieser Menschen aus dem jüdischen Volk wird mehr und mehr in der Geschichte auch von denen gegangen, weitergegeben, gelehrt, gelebt und bis zum Tode ertragen, die außerhalb der damaligen Welt in Judäa, Samaria und in der Gegend um Jerusalem lebten. Die Apostel gingen in alle Welt. Paulus nach Kleinasien, wurde auch verhaftet und landete im Gefängnis. Auch Petrus, der zunächst um Jerusalem lehrte, wurde später in Rom – man sagt mit dem Kopf nach unten – gekreuzigt. Die Wende kam erst mit Konstantin, der sich überzeugen ließ, Teile seiner Truppen mit einem Kreuz auszustattet. Erst auf dem Sterbebett soll dieser römische Kaiser sich zum Glauben bekannt haben. Das aber wird nur erzählt. Damals begann das allmähliche Ende der Verfolgung und der Sklaverei der ersten Christen. Markus gilt als der erste Evangelist. Lukas erzählt es sehr bildhaft. Matthäus ist sehr engagiert und Johannes berichtet auch von der „Geheimen Offenbarung“ oder „Apokalypse“ genannt; einer Zeit der Entscheidung, einer Zeit, in der man das Gute behalten und das nicht so Gute ziehen lassen soll. Lesen Sie selbst. Hier nur ein paar Auszüge.

Evangelium nach Markus 12,28b-34.

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696-1787), Bischof und Kirchenlehrer

6. Abhandlung zur Weihnachtsnovene (Noël, coll. Grands auteurs spirituels, Éd. Saint-Paul 1993, p. 91, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen“ (vgl. Dtn 6,5)

Die Großen der Erde rühmen sich, Königreiche und Reichtümer zu besitzen. Jesus Christus findet sein ganzes Glück darin, über unsere Herzen zu herrschen. Das ist die Herrschaft, nach der er verlangt und die er durch seinen Tod am Kreuz zu erobern sich entschieden hat: „Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter“ (Jes 9,5). Einige Exegeten verstehen darunter das Kreuz, das unser göttlicher Erlöser auf seinen Schultern getragen hat. Cornelius a Lapide bemerkt dazu: „Dieser König des Himmels ist ein ganz anderer Herr als der Teufel: Der Teufel lädt schwere Lasten auf die Schultern seiner Sklaven, Jesus dagegen nimmt das ganze Gewicht seiner Herrschaft auf sich; er umarmt das Kreuz und will daran sterben, um über unsere Herzen zu herrschen“. Und Tertullian sagt, dass, während die Monarchen der Erde „das Zepter in der Hand und die Krone auf dem Haupt als Zeichen ihrer Macht tragen, Jesus Christus das Kreuz auf seinen Schultern trug. Und das Kreuz war der Thron, den er bestieg, um sein Reich der Liebe zu begründen“. […] Beeilen wir uns also, die ganze Liebe unseres Herzens diesem Gott zu weihen, der dafür sein Blut, sein Leben, sich selbst ganz geopfert hat. „Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht“, sagte Jesus zur Samariterin, „und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken“ (Joh 4,10). Das heißt: Wenn du nur wüsstest, wie groß die Gnade ist, die du von Gott empfängst! […] O, wenn die Seele doch verstünde, welch außerordentliche Gnade Gott ihr erweist, wenn er ihre Liebe verlangt mit den Worten: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben“ (vgl. Dtn 6,5). Ein Untertan, der hört, dass sein Herr zu ihm sagt: „Hab mich lieb“ – wäre der nicht fasziniert von dieser Aufforderung? Und Gott sollte es nicht gelingen, unser Herz zu erobern, da er uns doch mit solcher Güte darum bittet: „Gib mir dein Herz, mein Sohn“? (Spr 23,26). Aber Gott will dieses Herz nicht zur Hälfte, er will es ganz, ohne Einschränkungen. Das ist sein Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen“.

Ruth Lapide und ihr Ehemann Pinchas Lapide, waren/sind jüdische Autoren und haben sich auch mit der kritischen Sicht auf die christlichen Texte befasst und erklären sie unermüdlich aus jüdischer und biblischer Sicht. Da werden viele anitjudaische Vorurteile erkennbar angepackt. Ich lernte da zum Beispiel, dass die stets missbrauchte Äußerung „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ keine Racheaufforderung Gottes ist sondern eine rechtliche Gerechtigkeitsregel, die dazu führen soll, gar nicht erst einem Anderen SChaden zuzufügen. Denn wer kann schon ein verletztes Auge durch ein Auge ersetzen, wer kann einen ausgeschlagenen Zahn durch einen Zahn ersetzen. Das mag zwar heute technisch leichter sein, aber dann muss der Täter eben dafür auch den Preis bezahlen. Diese Regelung ist auf Gerechtigkeit und nicht auf Rache ausgerichtet. So geht es mit vielen anderen Regeln, die auch Jesus z.T. anpackt. „Der Sabbat ist für den Menschen da“. Ja, so ist es. Der Ruhetag erinnert daran, dass Gott am siebenten Tage ruhte und sah, „dass alles gut war“. Das sollen auch wir für uns erkennen, die wir in Hektik und Eile den Ruhetag brauchen. Der später eingeführte Sonntag kommt quasi für Christen zum Schabbatt dazu. Denn dieser erste Tag der Woche soll uns sagen: „Es ist Ostern gewesen. Mensch gedenke, dass Christus lebt und sein Wort lebendig gelebt werden kann. Er lebt da, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind. Das kann eine Kirche sein, aber auch der gemeinsame Tisch der Familie“

Mittwoch der 3. Osterwoche

Apostelgeschichte 8,1b-8.

An jenem Tag brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel.
Fromme Männer bestatteten Stephanus und hielten eine große Totenklage für ihn.
Saulus aber versuchte die Kirche zu vernichten; er drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und lieferte sie ins Gefängnis ein.
Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort.
Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus.
Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat.
Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt.
So herrschte große Freude in jener Stadt.

Psalm 66(65),1-3a.4-5.6-7ab.

Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
Sagt zu Gott: „Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten.“

Alle Welt bete dich an und singe dein Lob,
sie lobsinge deinem Namen!
Kommt und seht die Taten Gottes!
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen.

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie schritten zu Fuß durch den Strom;
dort waren wir über ihn voll Freude.
In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig;
seine Augen prüfen die Völker.

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Evangelium nach Johannes 6,35-40.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen, und doch glaubt ihr nicht.
Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen;
denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.
Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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Hl. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe

Brief an einen Priester, 17. Februar 1978, in: Come, Be My Light (Viens. sois ma lumière, Éd. Lethielleux 2008, p. 322, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Ich bin das Brot des Lebens“

Sie haben darum gebeten, drei Monate allein mit Jesus verbringen zu dürfen (in Exerzitien), das passt gut zu Ihnen. Wenn aber während dieser Zeit der Hunger nach Jesus in den Herzen derer, die zu seinem Volk gehören, größer ist als Ihr Hunger, dürfen Sie nicht die ganze Zeit mit Jesus allein bleiben. Sie sollten Jesus erlauben, Sie in Brot für all diejenigen zu verwandeln, mit denen Sie in Kontakt sind. Lassen Sie zu, dass die Menschen Sie „verschlingen“; durch Wort und Gegenwart verkünden Sie Jesus. […] Selbst Gott konnte keine größere Liebe anbieten, als sich selbst zu schenken als Brot des Lebens – um gebrochen zu werden, um gegessen zu werden, damit Sie und ich essen und leben können, damit wir essen und so unseren Hunger nach Liebe stillen können. Und doch schien er noch nicht zufrieden zu sein, denn auch er hungerte nach Liebe. Also wurde er zum Hungrigen, zum Durstigen, zum Nackten, zum Obdachlosen und hat nicht aufgehört, zu rufen: „Ich war hungrig, ich war nackt, ich war obdachlos. Das habt ihr mir getan“ (vgl. Mt 25,40). Das Brot des Lebens und der Hungernde, aber eine einzige Liebe: nur Jesus.