Glaube in Freiheit

Ihr habt die Zeit erkannt, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe herbeigekommen.

(Römerbrief des Apostels Paulus, 13,11-12)

Gestern war ich in der Kirche der heiligen Elisabeth [in Marburg], die jetzt evangelisch ist, und wohnte dort einem Gottesdienst bei. Wenig Menschen, ohne tiefe Andacht, eine tödlich langweilige, rhetorische Predigt – und das alles in […] einem der ältesten [Dome] Deutschlands.

Dann ging ich in die kleine katholische Kirche und wohnte der Messe bei, hörte aus dem Munde eines jungen Geistlichen eine naive, aber warme Marienpredigt. Die fromme Gemeinde, die die Kirche bis auf den letzten Platz füllte, sang die selben Marienlieder, die ich in meiner bayerischen Heimat als Kind schon sang.

Das war alles sehr wenig evangelisch, aber es war so fromm …

Friedrich Heiler 1920

Foto: Prof. Friedrich Heiler / Vater +Irenäus im 50. Lebensjahr; Portrait in: Christel Matthias Schröder (Hrsg.): In Deo omnia unum. Eine Sammlung von Aufsätzen Friedrich Heiler zum 50. Geburtstage dargebracht. [= Eine heilige Kirche Jg. 23] München 1942.

Heute, im Jahre 2020, fand ich diesen Beitrag:

Alt-Katholische Kirche – Pfarrgemeinde Hamburg

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Am Fest Allerheiligen mache ich mir Gedanken darüber, was das eigentlich heißt: „Heilig“ bzw. „Heilige“. Und was es auch ganz konkret für uns bedeutet. Ich freue mich über alle, die mich bei meinen Gedanken begleiten.

Meine Antwort:
  1. Menschen keine Angst MACHEN, sondern sagen: „Fürchte Dich nicht, ich bin bei Dir alle Tage, bis zum Ende der Welten“
  2. 2. Glaube nicht an einen Virus, eine Krankheit, eine Kampagne; vielmehr glaube an Gtt, die Liebe, die Hoffnung. Setze auf die Wahrheit, rede ob gelegen oder ungelegen.
  3. 3. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem
  4. 4. Höre jedem Menschen zu, es könnte ein Heiliger sein. Ein Mensch, eine Begebenheit, eine Regung des Lebens, die Dich erinnert an das, was gut ist.
  5. Denn es steht geschrieben: „Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist“… – – –
  6. Wir wissen, dass alles missbraucht werden kann. Glaube, Hoffnung und Liebe. Auch die. Aber wer schaut, wie Jesus mit Kranken umging, sich nicht fürchtete vor dem Aussätzigen, der Frau in den Tagen (denn das galt als unrein, krankmachend), Menschen ohne Anerkennung…, der wird sich angewidert den heutigen respektlosen Verhaltensweisen, „Anordnungen“ ohne parlamentarisches Gesetz, „Allgemeinverfügungen“ und „Ermächtigungen“ , polizeilicher Gewalt ohne Rechtsgrundlage und Untätigkeit trotz Gesetzesverstoßes auf der anderen Seite, der wird sich dem Hass auf Menschen nicht beugen, ihm nicht anhängen. Sondern der wird das Gute von allem nehmen, aber keiner Ideologie nachrennen, die den Menschen zum alleinigen Maßstab macht. Denn der, der die Heiligen bereits sieht, ohne dass die Menschen sie erkennen, der hat auch Dich, Du unbekannte oder unbekannter Fragender und Zweifler, längst in sein Herz geschlossen. Höre auf Jesus Christus. Wo Menschen anderen Menschen zur Seite stehen, da ist auch der, dessen Name heilig ist, war und sein wird. Höre, was Israel schon verkündet bekam. Folge ihm nach.Weniger anzeigen (Bernward Boden) ANTWORTEN