Weg mit Hermann-Josef-Kolleg und Salvatorianern

Eine Gedenktafel im Kreuzgang von Kloster Steinfeld erinnert an den Mut und die hingebungsvolle Entschlossenheit des Generaloberen der Salvatorianer, Pater Pankratius Pfeiffer, der in Rom unter Gefährdung seines Lebens unzähligen Frauen, Männer und Kinder vor Deportation und Tod durch die Nationalsozialisten bewahrt hat. Er gilt als der „Engel von Rom“, da es ihm auch gelang, erfolgreich gegen die Zerstörung der Heiligen Stadt zu intervenieren. Er hat dafür gesorgt, dass die Salvatorianer das Kloster Steinfeld wiederbesiedelten. „Von Gott erfüllt, mit Menschen unterwegs, damit alle Leben in Fülle haben.“ Im Kloster Steinfeld teilen Sie mit uns diese Fülle des Lebens. Sie sind zum Besuch sehr herzlich eingeladen.

Ich habe Pater Pankratius schon in den 60ern und dann wieder ab den 80ern kennengelernt und auch mal eine Führung in sein kleines Museum mitgemacht. Ich erinnere mich an meine Messdienerzeit zwischen 1965 und 1969. Dann mussten meine Eltern auf meinen Aufenthalt im Internat Kloster Steinfeld verzichten, wo ich beim Hermann-Josef-Kolleg mehr gelernt habe als alle Schuljahre danach. Ja, es war auch eine einsame Zeit – nur als Junge unter Jungen zu sein, keine Mädchen kennenzulernen, keine Umarmung der Eltern, keine wirklichen Freunde – nur die klassische Rangelei unter Jungs. Okay, unvergessen sind einige Mitschüler, darunter Hans-Werner Haupts, den ich nur 1973 noch einmal wiedersah und dessen Spuren völlig verloren gingen. Oder Bernhard Krings, der lange Zahnarzt in Köln war, wovon ich aber erst erfuhr, als er seine Praxis geschlossen hatte. Solltet ihr dies hier lesen, dann ruft doch mal an oder schreibt mir. Viele Mitschüler kamen aus wohlhabendem oder familiär mit der katholischen Familie eng verbundenen Kreisen. Ich nicht. Ich komme aus einer kritischen Familie. Großvater kam aus Hildesheim, war im katholischen Widerstand – und trotz seines kirchlichen Lehrauftrags war er damit weitgehend allein. Die Kirche schwieg als Institution zum Nazi-Terror. Die „Feuerreiter“ geben beredet Auskunft. Ich habe eine Sammlung aus den Jahren 1924 bis 1944 noch, aber nichtmal das Museum des Erzbistums Köln wollte diese Ausgaben als Zeitdokument.

Wie gehts Dir, Herr Borgs, den Vornamen hab ich vergessen. Sohn eines Polizisten bist Du. Wo lebst Du? Was ist mit Dir, Wolfgang Schmitz? Es gab so viele, auch beim WDR war einer, warst Du das? Keine Ahnung. Nie meldete sich einer. Beim 50jährigen Abiturjubiläum der ersten Nachkriegsklassen waren auch die Abiturienten von 1973 eingeladen. Das wäre mein Jahrgang gewesen. Aber die Tische waren leer. Ich saß mit meiner Frau alleine dort. Und niemand schien mich damals zu erkennen oder zu kennen. Es waren allesamt jüngere Schüler. Oder ganz alte, die mich auch nicht kannten.

So saß er mitten unter ihnen, aber die Seinen erkannten ihn nicht. DAs war schon immer so.

Weitere Infos zu Kloster Steinfeld und die Salvatorianer und Salvatorianerinnen unter dem Link. Und was fehlt, sind die Dinge, die wenige Kilometer entfernt im Kinderheim der Salvatorianerinnen und Salvatorianer in Urft geschehen sein muss. Darüber schweigt diese Seite – leider. http://www.kloster-steinfeld.de/de/Willkommen

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