„Wer die Moral über das Recht stellt, der verliert am Ende beides.“

REMINDER

„Wer die Moral über das Recht stellt, der verliert am Ende beides.“

Was können wir aus den Tragödien der Vergangenheit für uns als Orientierung mitnehmen?

Ich habe mir diese Frage häufig gestellt, dies ist, was ich für mich als Kompass verinnerlicht habe, ein Auszug und selbstverständlich ohne den Anspruch auf Wahrheit oder Vollständigkeit.

1. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Er darf es auch niemals. Ich kann nicht begangenes Unrecht damit legitimieren, dass es für „die gute Sache“ ausnahmsweise mal ok sei. Oder schlimmer noch, dass es bei einer bestimmten Gruppe von Menschen nicht so wichtig ist, ob sie rechtmäßig behandelt werden, oder nicht.

Auf die heutige Zeit angewendet könnte man also sagen, dass eine Regierung Gewalt seitens ihrer Polizeikräfte anordnet, ohne dass hierzu ein Anlass besteht, so ist das nicht dadurch zu legitimieren, dass ich der Auffassung bin, diese Menschen hätten es sozusagen „verdient“ für ihre Haltung auch entsprechend schlecht behandelt zu werden.

2. Was ich sehen und lesen kann, also was zu lesen ist zu einem Thema und was ich sehe, wenn ich es in Augenschein nehme, steht nicht selten im einem starken Widerspruch.

Die Aussagen, Begründungen und sogar selbst erteilte Formalien, sind oft irreführend und tatsächlich nicht selten auch bewusst manipulativ gewählt.

Nur weil also jemand sagt, dass der Himmel grün ist, selbst wenn er ein hohes, politisches oder religiöses Amt innehat, wird es noch lange nicht wahr. Hiermit verknüpft ist daher auch der Personenkult, der zum Teil derart überspannt und kritikunfähig zelebriert wird, dass er in einen Wahn abgeleitet, weil nicht sein DARF, was nicht sein soll.

Nur weil DDR Deutsche Demokratische Republik bedeutet, folgt daraus keineswegs die Tatsache, dass die DDR tatsächlich ein demokratischer Staat gewesen ist.

Nur weil ich eine Mauer einen „Antifaschistischen Schutzwall“ nenne, wird aus der DDR keine Schutzzone für politisch Verfolgte und die Mauer bleibt dennoch ein Symbol für ein Gefängnis, nicht für Freiheit und Schutz.

Es ist wichtig aus meiner Sicht, immer alles, was man liest, was man hört und was man aufnimmt, genau zu prüfen. Nicht weil man an paranoiden Kontrollzwängen leidet, sondern zum Einen, um in der Reflexion und damit in der Bereitschaft bleibt für egal welches Ergebnis offen zu sein. Und zum anderen, weil man so in Übung bleibt, manipulative und destruktive Tendenzen um einen herum leichter zu erkennen und entsprechend einordnen zu können.

Je später man sich dazu entscheidet, Dinge in Frage zu stellen, desto schwieriger wird es, einen Fehler oder eine Ungerechtigkeit, die von einem selbst ausging auch einzugestehen und auf meinen Mitmenschen zuzugehen.

Quelle: Chronos-Media History via YouTube

Kanal David Claudio Siber

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