Pater Benedikt über den Hl. Petrus Chrysologus
Bischof, Kirchenlehrer

  1. Juli

Hl. Petrus Chrysologus
Bischof, Kirchenlehrer

Petrus, wegen seiner Rednergabe „Chrysologus“ („der mit den goldenen Worten“) genannt, wurde um 380 in Imola (Provinz Bologna) geboren.

Über sein Leben gibt es nur spärliche Nachrichten. Er wurde zwischen 424 und 429 Bischof von Ravenna, der damaligen Residenzstadt des Weströmischen Reichs.

Er hatte gute Beziehungen zur Kaiserin Galla Placida und zu Papst Leo d. Gr. Dem Irrlehrer Eutyches gegenüber betonte er die Autorität des römischen Bischofs als des Nachfolgers des Apostels Petrus. Wegen seiner glänzenden Predigten wurde er als zweiter Johannes Chrysostomus gefeiert.

Er starb in seiner Heimat Imola am 3. Dezember 450. Einer seiner Nachfolger in Ravenna gab 176 gesammelte Predigten des Petrus Chrysologus heraus, von denen die meisten echt sind.

In ihnen spiegeln sich die christologischen Auseinandersetzungen in der Zeit zwischen dem Konzil von Ephesus und dem von Chalkedon, aber auch allgemein die Probleme und Auffassungen jener Zeit wider.

„Christus ist gekommen, um unsere Schwachheit anzunehmen und uns seine Kraft zu geben;
er hat für sich das Menschliche gesucht, um uns das Göttliche zu gewähren.“

„Wenn wir nichts geben, sollen wir uns nicht beklagen, dass wir nichts empfangen.“ (Petrus Chrysologus)

Tagesgebet

Erhabener Gott,

du hast den Bischof Petrus Chrysologus
zu einem begnadeten Verkünder
deines ewigen Wortes gemacht,
das unsere Menschennatur angenommen hat.

Gewähre uns auf seine Fürsprache,
dass wir die Geheimnisse der Erlösung
allezeit im herzen erwägen
und in unseren Werken davon Zeugnis geben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Amen

Ruf vor dem Evangelium: Johannes 15, 5a

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe,
der bringt reiche Frucht.

Halleluja.

Zum Evangelium

Das Gleichnis vom guten und vom schlechten Baum steht auch bei Matthäus in der Bergpredigt: An ihren Taten soll man echte und falsche Propheten unterscheiden.

Die Regel gilt für die christlichen Lehrer ebenso wie für die pharisäischen Schriftgelehrten; sie gilt allgemein für die Beurteilung eines Menschen.

Seine Taten zeigen besser als seine Reden, was wirklich in ihm steckt.

Alles, was der Mensch tut, hat seinen Ursprung in der personalen Mitte, im „Herzen“.

Das Evangelium will aber nicht nur eine Regel für kluge Menschenkenntnis geben;

Gott selbst beurteilt den Menschen nach dem, was er inwendig ist und was er an „Früchten“ hervorbringt.

  • Zu 6,43-46: Mt 12,33-35; 7,16-20.21-23; 3,10; Jak 3,12.

Evangelium Lk 6, 43-45

Wovon das Herr voll ist, davon spricht der Mund

  • Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

43Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt.

44Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben.

45Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.

Fürbitten

Wir beten zu Jesus Christus, über dessen Lehre die Menschen staunten:

Erfülle mit deinem Geist die Verkünder des Evangeliums,
dass sie die Herzen der Menschen anrühren.

A.: Wir bitten dich, erhöre uns.

Fördere die Bemühungen der Politiker, verfeindete Völker zu versöhnen.

A.: Wir bitten dich, erhöre uns.

Erbarme dich der Menschen, die sich von dir abgewandt haben.

A.: Wir bitten dich, erhöre uns.

Erleuchte unsere Herzen, damit wir das Geschenk der Erlösung tiefer verstehen.

A.: Wir bitten dich, erhöre uns.

Herr, unser Gott, auf die Fürsprache des heiligen Petrus Chrysologus hilf uns,
im Glauben an deinen Sohn das ewige Leben zu erlangen durch ihn,
Christus, unseren Herrn. A.: Amen.

Schott Tagesliturgie

Freitag 30 Juli 2021
Freitag der 17. Woche im Jahreskreis
Hl. Petrus Chrysologus
Lesejahr: B I, StB: I. Woche