Gewalt durch Staatsregeln unter „corona“-labeling

Friederike schreibt in ihrem telegram-Kanal:

„Strukturelle Gewalt, also Gewalt, die in den staatlichen, bzw. sozialen Strukturen des aktuellen (Gesundheits-) Systems angelegt ist, spreche ich immer wieder an, so auch im FairTalk, der am 31.12.20 ausgestrahlt wurde.
Der Friedensforscher Johan Galtung hat den Begriff geprägt:

„Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist.“
„Strukturelle Gewalt werde von den Opfern oft nicht einmal wahrgenommen, da die eingeschränkten Lebensnormen bereits internalisiert seien.“

Aufgrund von Nachfragen dazu mehr:
Strukturelle Gewalt im Kreißsaal äußert sich vor allem durch eine bevormundende bis übergriffige oder sogar physisch gewaltsame Begleitung/Behandlung des Klinikpersonals. Je schlechter die Arbeitsbedingungen im Kreißsaal sind, desto mehr Übergriffe kann man erwarten, da auch der Stresspegel steigt und eine intime, empathische Begleitung unter solchen Bedingungen schwierig wird. Die Corona Verordnungen haben die Lage vielerorts verschärft.

Es wird glücklicherweise in den letzten Jahren auch in den Medien immer mehr zum Thema „strukturelle Gewalt im Kreißsaal“ veröffentlicht.
Einige Beispiele, die ich z.T. in der Begleitung im Kreißsaal auch beobachtet habe:

Gewalt gegen Frauen ist …
sie unter Wehen gegen ihren Willen zum Stillliegen zu zwingen.
unter Wehen wieder und wieder nach dem Muttermund zu tasten.
ihnen zu sagen: „Wenn Sie jetzt nicht mitarbeiten, dann stirbt Ihr Baby!“.
sie unter Geburt allein zu lassen oder ihnen zu sagen, sie sollen gefälligst still sein.
die Geburtspostion (z.B. liegend auf dem Bett mit festgeschnallten Beinen) vorzuschreiben.
ihnen ohne ihr Einverständnis und ohne medizinische Notwendigkeit einen Dammschnitt zuzufügen
bei ihnen ohne medizinische Notwendigkeit einen Kaiserschnitt zu machen.
sie ohne medizinische Notwendigkeit von ihrem Baby zu trennen.

Quelle:
https://www.gerechte-geburt.de/home/roses-revolution/

Weitere Artikel:
https://www.gerechte-gesundheit.de/news/detail/hebammen-fordern-strukturelle-veraenderungen.html

https://www.sueddeutsche.de/leben/geburtshilfe-fass-mich-nicht-an-1.3930451-2

https://www.emma.de/artikel/tatort-kreisssaal-gewalt-unter-der-geburt-337755

https://www.brigitte.de/familie/mitfuehlen/gewalt-im-kreisssaal–illustrationen–die-schockieren-11741418.html

Geburten sind sensible, prägende und intime Lebensereignisse. Frauen sind unter guten Bedingungen (von Natur aus) in der Lage, ihre Kinder autonom und sicher zu gebären, ohne Eingriffe. Der sehr wegweisende Gynäkologe Dr. Rockenschaub hat herausgefunden, dass unter guten Bedingungen 90-95% aller Geburten in Kliniken interventionsfrei ablaufen könnten. Die Realität sieht ganz anders aus, Berichten zufolge sind Kreißsääle auf bestimmte Kaiserschnittraten angewiesen, um überhaupt schwarze Zahlen schreiben zu können.
Es gibt Fälle von Hebammen, die ihren Job verloren, weil sie „zu gut“ arbeiteten, damit „zu wenige Interventionen“ durchgeführt haben und folglich finanziell nicht mehr tragbar für die Kliniken waren.

Wie lange bleibt dies unsere Realität?
Bis wir Menschen uns wehren, uns nicht mehr einschüchtern, (emotional) erpressen und verheizen lassen für max. profitorientierte Konzerne – auf Kosten unserer Mitmenschlichkeit.

Übrigens: Hausgeburten sind nicht nur für viele Familien harmonischer, auch statistisch betrachtet sind sie sicherer und interventionsfreier als Klinikgeburten.“

@friedensrike