Prof. Maaz zum Omega-Prinzip

Leserzuschrift

Hallo,
ich habe im Folgenden eine Aussage von Prof H.J.Maaz aus einem Video extrahiert, was besser nicht passen könnte in die aktuelle und aufregende Zeit.

Gruppendynamiken

in Gruppen, die nicht autoritär geführt werden.
Es entsteht eine bestimmte Entwicklung in der Gruppe.
Man bekämpft sich am Anfang. Man will sich durchsetzen. Man will mit den vorhandenen Kompensation-Möglichkeiten sich behaupten usw.

Dabei entstehen gesetzesmäßig bestimmte gruppendynamische Positionen.

Alpha, Beta, Gamma und Omega.

Also Alpha sind die Anführer, Beta die Mitläufer, Gamma die Fachleute und Omega die Außenseiter, die Sündenböcke.

Das dient dazu, den Omegas, den Sündenböcken, den soll das Böse angehängt werden. Wie es biblisch schon beschrieben ist. Also man braucht einen Sündenbock, die Omegas, dem man das Böse auflädt und ihn damit in die Wüste jagt.

Das ist in jeder Gruppendynamik der Fall, eigentlich immer wo Menschen zusammen kommen übernehmen welche die Führung und es ist immer jemand der Sündenbock, der Außenseiter.

So, jetzt ist meine Erfahrung, meine Überzeugung, die Omegas, die Sündenböcke sind die wichtigsten, nicht die Alphas.

Weil die Omegas etwas verkörpern, oder zum Ausdruck bringen, was die Mehrheit nicht wahrhaben will. Und das ist eben immer auch wahr, nicht ausschließlich, aber es immer eine Wahrheit, die den Anderen unangenehm ist.

Deshalb kann ich vom Sündenbock am Meisten lernen.

Und als Therapheut bin ich verpflichtet dafür zu sorgen, dass der Sündenbock nicht wirklich rausgedrängt wird, oder beschimpft und defarmiert wird und der geht dann oder du darfst hier nicht mehr mitmachen, sondern dass man versteht was der verkörpert, was ich bei mir nicht wahr haben will.

Und erst wenn das gelingt, gelingt auch eine gruppendynamische Entwicklung, wo dann erst ein Zusammenhalt, ein Konsens zu einer schwierigen Situation möglich wird.

Und das ist etwas, dieses Prinzip wünschte ich mir auch für gesellschaftliche Verhältnisse, dass man den politischen Gegner, oder den Andersdenkenden, oder den Religiösen, nicht beschimpft und defarmiert sondern reden lässt.

Und wenn ich das schon höre, mit Euch reden wir nicht! Also ja, wie böse ist das?

Also wie viel böses muss der, der sowas sagt in sich verbergen, dass er Angst hat wenn er mit jemand redet, der anders denkt etwas aufdecken könnte, was er so mühevoll verborgen hält.

Also ich fordere, dass die Demokratie dadurch belebt wird, dass man jeden Andersdenkenden ernst nimmt. Und hingeht, fragt und redet, verstehen will um zu Lösungen zu kommen, die dann für die Mehrheit Wert hat.

Der Alpha erleidet eine natürliche Erschütterung, wenn er merkt, dass er nicht mehr im Mittelpunkt steht, sondern Omega.

So wenn ich sage sie werden hier beschimpft und sie sollten gehen, na sie werden so für blöde hingestellt oder so. Mich interessiert das!

In dem Moment wird der Alpha im Grunde genommen entmachtet.

Na er (Alpha) hat, das was er ja eigentlich wollte, durch irgendwelche Auffälligkeiten oder besonders tüchtige Sachen, sich in Mittelpunkt zu stellen, gelingt nicht weil jetzt Omega bedient wird, oder verstanden wird.