„Niemand stirbt wegen fehlender Intensivbetten“

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Die Zahlen steigen, die 7-Tage-Inzidenzen explodieren – die zweite Corona-Welle scheint in Deutschland angekommen. Dr. Stefan Kluge, Facharzt für Innere Mediizin und Lungenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, bekräftigt, dass die Lage absolut ernst ist. Doch er hat auch gute Nachrichten.

Noch herrscht im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kein Alarmzustand – doch der Schein kann trügen. „Es ist fünf vor zwölf“, warnt Dr. Stefan Kluge, Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde und Leiter der Intensivmedizin im Interview mit „Welt“.

„Der schnelle Anstieg der Zahlen hat mich wirklich stark beunruhigt“, erklärt der 52-Jährige und geht davon aus , dass „die zweite Welle größer als die erste wird“. Dabei kämen die Patienten nicht immer mit einer Diagnose ins UKE.

Fieber, Husten, Schnupfen – mit diesen Symptomen kommen die meisten Patienten in die Notaufnahmen, sagt Kluge. „Nur 15 bis 20 Prozent klagen zusätzlich über Geruchs- und Geschmacksverlust.“ Doch der Weg auf die Station ist weit. Surftipp: Alle Neuigkeiten zum Coronavirus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online

Dr. Stefan Kluge: Weg auf die Station dauert „manchmal bis zu zehn Stunden“

Wenn alles gutgehe, ist er nach drei, vier Stunden erledigt. Doch in der Praxis dauert er aufgrund der Umstände „manchmal bis zu zehn Stunden. In einigen Kliniken kommt der Befund erst am nächsten Tag. In dieser Zeit bleibt der Patient in Quarantäne, also in einem Einzelzimmer.“

Ist der Test positiv, geht es für ein Drittel der stationär aufgenommenen Patienten mit Lungenentzündung und Covid-19 auf die Nintensivstation, wo knapp die Hälfte der Patienten, etwa 45 Prozent, beatmet werden müssen. Das benötigt viel Pflegepersonal.

„Verdachtsfälle müssen zunächst von bereits Corona-positiven Patienten getrennt werden, die Pflegekräfte teilen sich auf, damit nichts weitergetragen wird“, erklärt Kluge der „Welt“. Doch zusätzliche Kräfte stehen nicht zur Verfügung. „Der Pflegemarkt ist sehr leer, da kann man zurzeit kaum etwas machen.“

Pflegemarkt wie leergefegt: „Der Plan des Gesundheitsministers greift bislang nicht“

Der 52-Jährige lobt eine Initiative von Jens Spahn, Pflegekräfte aus dem Ausland anzuwerben. Kurzfristigen Erfolg versprechen diese jedoch eher nicht. „Der Plan des Gesundheitsministers, im Ausland Pflegekräfte anzuwerben, greift bislang nicht“, konstatiert der Lungenarzt, merkt aber an, dass diese „in ein paar Jahren Wirkung zeigen“ werden.

In Sachen Behandlung sieht Kluge kaum Fortschritte. Er sehe „Fortschritte im Management der Krankheit“, Pfleger und Ärzte wüssten besser, wie Patienten zu behandeln seien. „Aber in der Therapie sind wir nicht viel weiter. Wir sind in der Behandlung weit von einem Durchbruch entfernt.“

Hamburger Lungenarzt: „Es wird keiner wegen eines fehlenden Intensivbetts sterben“

Eine vielfach geschürte Angst teilt er allerdings nicht: Die, dass die Intensivbetten nicht ausreichen werden. „Es wird keiner wegen eines fehlenden Intensivbetts sterben“, sagt der Lungenarzt der „Welt“ und weist darauf hin, dass auch zusätzliche Beatmungsbetten aufgebaut wurden.

Eine Folge sei aber auch, dass zahlreiche geplante Operationen wohl abgesagt werden müssen. „Es werden dann auch weniger Patientinnen und Patienten mit andern Erkrankungen in die Kliniken kommen, das hat die Erfahrung im März gezeigt“, sagt Kluge und meint vor allem solche mit Herzinfarkten und Schlaganfällen, bei denen eine schnelle Versorgung notwendig ist, um langfristige Schäden zu verhindern.

Gerade an diese Menschen richtet Kluge einen Appell: „Auch in Pandemiezeiten gilt: Wer bei sich oder anderen Symptome bemerkt, die auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hinweisen, sollte unverzüglich den Notruf 112 wählen!“

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