Ein großes Schweigen geht zu Ende

https://www.heise.de/tp/features/Ein-grosses-Schweigen-geht-zu-Ende-4932731.html

Ein großes Schweigen geht zu Ende

Deutschlandfunk-Redakteure sind sehr irritiert

Das irritiert sicher manchen Kulturredakteur im Deutschlandfunk, aber bestimmt nicht Söllners Fans. Die verzeihen ihm manche nicht so gelungene Satire, das kommt schließlich vor. Dieser totalitarismustheoretische Satz gehört auf jeden Fall in die Kategorie weniger gelungene Satire: „Denunzianten, SA, Stasi und Gleichschritt und das passiert gerade. Man darf keine Vergleiche ziehen zum Dritten Reich. Aber das passiert gerade. Schaut euch um.“

Die von Deutschlandfunk und Co. entfachte Aufregung dürfte sich aber bald wieder legen. Das liegt einmal an der Person von Söllner, der für seine derbe Satire bekannt und beliebt ist. Dass liegt aber auch daran, dass heute anders als noch im März eine viel offenere Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen stattfindet. Der Linken-Gesundheitspolitiker Achim Kessler im Deutschlandfunk-Interview:

Ich finde, es ist einer der grundlegenden Fehler, dass die Bundesregierung die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht mehr im Bundestag zur Diskussion stellt. Diese Hinterzimmer-Kungeleien der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten müssen aufhören, die müssen beendet werden. Wir müssen zurück zu einerseits demokratischen Entscheidungen. Wir brauchen aber auch eine öffentliche Debatte, die Transparenz herstellt über die Wirksamkeit der Maßnahmen. Und – das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt – die Einschränkung von Freiheitsrechten dürfen nicht an den Parlamenten vorbei getroffen werden.

Achim Kessler, Deutschlandfunk

Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Ein-grosses-Schweigen-geht-zu-Ende-4932731.html