Mund-Nase-Schutzschilde nutzen nichts. Auch nicht Mundschutz mit Ventilen. „Mit einem Gartenzaun kann man keine Fliegen fangen“

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler veranschaulichten die Schutzfunktionen mit einer Videountersuchung, über die sie im Fachjournal Physics of Fluids berichten. An einer Puppe, mit der Niesen und Husten nachgeahmt wurde, verfolgten sie die Bewegung von künstlich hergestellten Tröpfchen mit Hilfe von Laserlicht in einem dunklen Raum.

Aus der Visualisierung geht hervor, dass das Plastikschild zwar zunächst die Vorwärtsbewegung der austretenden Luft blockt, die Tröpfchen sich dann aber um das Visier herum im Raum verteilen – im Ergebnis atmet die Person mit dem Schild die infektiösen Partikel dann doch ein.

Auch bei den Masken mit Ventil sei dies ähnlich, schreiben die Studien-Autorinnen und -Autoren. Dort werde die Luft durch die Öffnungen am Ventil ungefiltert herausgedrückt und verteile sich ebenfalls. Zwar filtern den Angaben der Wissenschaftler nach Ventilmasken die eingeatmete Luft, nicht jedoch die austretende.

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-09/atemschutzmasken-gesichtsschild-stoffmasken-ventil-sicherheit-schutz-ansteckung-coronavirus?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Dass ein Mundschutz auch außerhalb medizinischer und Pflegeeinrichtungen eine Schutzfunktion hat, sehen jedoch nicht alle Hygieneexperten als bewiesen an. Auch die Wirksamkeit von einfachen, handelsüblichen Atemmasken und einer selbstgebastelten Mund-Nasen-Bedeckung während einer Pandemie wurde in zahlreichen Studien bezweifelt.

So zeigten Untersuchungen der Forscherin für Infektionskrankheiten, Raina MacIntyr, dass chirurgische Masken nur eine physikalische Barriere sind, die vor „einem sichtbaren Spritzen oder Sprühen von Flüssigkeit oder großen Tröpfchen“ schützt. MacIntyre, die Professorin für globale Biosicherheit an der Universität von New South Wales in Sydney ist, hat die Wirksamkeit von Gesichtsmasken untersucht. Ihre Forschung legt sogar nahe, dass Stoffmasken, die von den Trägern oft gewaschen und wiederverwendet werden, „tatsächlich schädlich sein können“, weil die Stoffmasken zu einem Nährboden für Krankheitserreger werden können. „

Quelle: https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_87412094/coronavirus-welche-atemschutzmasken-nuetzen-und-welche-nicht.html

Die Universität Minnesota vermeldet:

„17 Prozent Schutz.“ (Übrigens sagen Experten, dass man 20.000 Menschen mit Virenbelastung treffen muss, von denen dann die Kranken errechnet werden müssen – z.B. 2 Prozent. Und davon 17 Prozent Schutz. Man hat schneller einen Lottogewinn als einen Treffer mit einem Kranken, der auch noch Viren absondert, was Kranke nur vom 1.-4. Tag machen. Manchmal)

Der chirurgische Maskenarm hatte mit 17% (98 von 572) die höchste CRI-Rate, gefolgt vom angestrebten N95-Arm mit 11,8% (61 von 516) und dem kontinuierlichen N95-Arm mit 7,2% (42 von 581) mit alle Unterschiede signifikant. Die Raten bestätigter Virusinfektionen lagen alle unter 4% und unterschieden sich zwischen den Studienarmen nicht signifikant.

Wie bei den CRI-Raten unterschieden sich die Raten der Bakterienbesiedlung bei Teilnehmern mit CRIs signifikant. Sie waren bei den Maskenträgern mit 14,7% (84 von 572) am höchsten, gefolgt von der Zielgruppe N95 mit 10,1% (52 von 516) und dem kontinuierlichen N95-Arm mit 6,2% (36 von 581). Die am häufigsten gefundene Bakterienart war Streptococcus pneumoniae .

In ihrer statistischen Analyse verglichen die Autoren beide N95-Gruppen mit der chirurgischen Maskengruppe, nachdem sie mögliche Störfaktoren berücksichtigt hatten. Sie berechneten, dass die kontinuierliche N95-Gruppe ein um 61% geringeres CRI-Risiko (Hazard Ratio [HR], 0,39; 95% -Konfidenzintervall [CI], 0,21-0,71) und ein um 60% geringeres Risiko einer bakteriellen Besiedlung (HR, 0,40; 95% CI, 0,21-0,73). Der anvisierte N95-Arm hatte im Vergleich zur chirurgischen Maskengruppe auch ein geringeres Risiko für CRI und bakterielle Besiedlung, aber die Unterschiede waren nicht signifikant.

Unter Verwendung der gleichen Art der Analyse stellten die Forscher auch fest, dass die kontinuierliche Verwendung von N95 im Vergleich zur gezielten Verwendung von N95 einen signifikanten Schutz gegen CRI (HR, 0,56; 95% CI, 0,32-0,98), jedoch nicht gegen bakterielle Besiedlung bot.

Die Autoren sagen, dass ihre wichtigste Erkenntnis darin besteht, dass die kontinuierliche Verwendung von N95 „eine signifikante Schutzwirkung gegen klinische Infektionen … im Vergleich zur gezielten Anwendung und zu chirurgischen Masken trotz signifikant schlechterer Einhaltung der Praxis“ bietet. „Diese Ergebnisse verstärken die Ergebnisse unserer vorherigen Studie“, fügen sie hinzu.“

https://www.cidrap.umn.edu/news-perspective/2013/02/study-full-time-n95-use-offers-best-respiratory-protection