Berichtet aus Moria

Die Expertin Rebecca Sommer von der „Initiative an der Basis“ ist auf Lesbos und berichtet u.a.:

„In einem Video konnte ich sehen, dass das Feuer im offiziellen Camp schon lichterloh brannte, und das in dem wilden Camp um das offizielle herum koordiniert zur genau gleichen Zeit mehrere kleine Feuer gelegt wurden.

An mehreren Stellen?

An richtig vielen Stellen. Das war eine koordinierte Aktion mit dem Ziel, dieses ganze Camp in Brand zu setzen. Gestern Nacht haben meine Kontakte im Camp einen Mann und eine Frau gesehen, deutsche NGOs laut ihrer Ausage, die mit einer Gruppe Afghanen und Araber systematisch Feuer in ihrem Teil, wo sie ihre Zelte stehen hatten, gelegt haben. Sie wurden vorher gewarnt wie alle Campbewohner, dass sie das Camp verlassen müssen. Aber was für ein irrsinniges Verbrechen, Leben, Hab und Gut von Menschen zu bedrohen und das in Kauf zu nehmen. Die Zerstörung der Insel, die sie aufnahm und ihnen Schutz gewährt. 

Es heißt, die Löscharbeiten seien behindert worden. 

Die Feuerwehrleute, zum Teil sind das Freiwillige, Bewohner aus der Gegend hier, sitzen Tag und Nacht in ihren Schutzklamotten in der Nähe vom Camp und warten darauf, dass irgendwo im Camp wieder ein Feuer ausbricht. Das waren die ganzen Wochen, die ich hier bin, immer mehrere Feuer an mehreren Stellen, die gleichzeitig gelegt wurden. Also ein klares Zeichen, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde, im Gegensatz zu dem, was oftmals in den deutschen Medien verbreitet wird,  wo es sogar heisst, es wären die Insulaner selber. Diese freiwilligen Feuerwehrleute haben mir selbst schon erzählt, wie sie von den Camp-Bewohnern verhöhnt und beschimpft werden, wenn sie die Feuer löschen. ich habe es auch selber beobachten können in mehreren Fällen, wie die Feuerwehrleute, aber auch Polizisten verspottet und verhöhnt werden. Die meisten Asylsuchenden hier zeigen keinen Respekt und sind oft erstaunlich aggressiv auch den Polizisten gegenüber. Aber Montagabend war es wohl besonders schlimm. Da wurden die Feuerwehrmänner mit Gewalt daran gehindert zu löschen, mit dem klaren Ziel, dass alles niederbrennt.

Ist denn jetzt alles komplett abgebrannt? Kann man da nicht mehr leben?

Man kommt nicht rein. Es ist komplett abgeriegelt. Es gibt auch keine Busse dahin, auch nicht in das Dorf Moria. Die Straße von der Stadt zum Dorf oder von einer anderen Stadt dahin ist komplett abgeriegelt. Es heißt, dass noch ein Teil des Camps steht, aber man muss schauen. Es weht heute ein sehr starker Wind, keine gute Sache bei einem großen Feuer. 

Wo sind denn die Camp-Bewohner?

Gestern Nacht (das heißt: Dienstag, Red.) sind sie in Massen durch die Straßen des Dorfes Moria gezogen, Richtung Hauptstadt Mythilini und andere kleinere Städte. Aber es sind offenbar auch sehr viele einfach in die Berge gegangen. Das Problem ist nun, und die Sorge der umliegenden Dörfer und Bewohner, viele von denen sind gewaltbereit und bewaffnet.

Bewaffnet womit?

Die sind jetzt im Moment in Gruppen von fünf oder zehn Leuten … Moria liegt auf einem Landstreifen zwischen dem Meer und dem Golf von Gera … unterwegs und da werden jetzt überall auch Migranten gesehen, die zum Teil Eisenstangen oder ähnliches dabei haben. Sie haben alle möglichen Waffen im Camp, die ich selber gesehen habe, von Schwertern bis Macheten, man munkelt auch von Schusswaffen aus Erdogans Armee, die Leute sind hochgradig alarmiert deshalb und organisieren sich gerade überall zu Wachtruppen, um sich zu schützen. Die große Sorge von allen Leuten hier auf Lesbos ist: Jetzt sind die Migranten überall verstreut … 

Wir haben hier auch die deutsche NGO Seawatch, mit einem grossen Schlepperboot „Mare Liberum“. Antifa-Leute hoch Fünf. Ich höre sowohl von den Migranten als auch Insulanern, dass die Seawatch-Antifa nicht nur mit koordinierter Menschenschlepperei sondern auch mit Drogenhandel zu tun haben, die Migranten mit echten Pässen – illegal natürlich – ausstatten, damit die dann mit diesen Pässen – oft von Balkan-Ländern – die Insel verlassen können und dann mit Drogen im Gepäck weiter durch die Lande ziehen.“

Ausführlich im Bericht