Dieser Text erschien in der Urfassung in der Januar/Februar EMMA 2018 und auf EMMAonline. Diese Fassung wurde wegen des Urteils des Landgerichts Stuttgart Mitte April an drei Stellen leicht korrigiert.
Sie kennen und sie schätzen sich. Sie sind beide fundamentalistisch verschleiert. Sie sind beide Tariq Ramadan verbunden. Und sie behaupten beide, sie seien Feministinnen.

„Linda Sarsour marschierte nach der Wahl von Trump ganz vornean beim „Frauenmarsch“ in Washington. Die mit 17 arrangiert verheiratete Mutter von drei Kindern war 2011 von Obama als „Champion of Change“ ausgezeichnet worden. Es scheint den Präsidenten damals nicht gestört zu haben, dass Sarsour nur drei Monate zuvor getwittert hatte: „Die Scharia ist vernünftig und wenn man sie im Detail liest, macht alles sehr viel Sinn.“ Und dass sie über die Islamismus-Kritikerin Ayaan Hirsi Ali, deren Leben lange von einer Fatwa bedroht war, geschrieben hatte: „Am liebsten würde ich ihr ihre Vagina wegnehmen! Sie verdient es nicht, eine Frau zu sein.“ – Besonders pikant an diesem Ausfall ist, dass das andere schon längst vor Sarsour besorgt hatten: Die gebürtige Somalierin ist genitalverstümmelt.

In so einer islamofaschistischen Suada darf natürlich der als Israel-Kritik verschleierte Antisemitismus nicht fehlen. O-Ton Sarsour: „Nichts ist erbärmlicher als der Zionismus.“ Sie unterstützt die anti-israelische „Boycott, Divestment and Sanctions“-Bewegung (früher hieß das: Kauft nicht bei Juden!).

Als ihren „Mentor“ bezeichnet Sarsour Imam Talib Abdur-Rashid von der Harlemer Moschee der Muslimbrüder. Sie propagiert den „Djihad“ für Amerika, und präzisiert später, sie haben den „Djihad der Worte“ gemeint. Weil „Faschisten und Islamophobe im Weißen Haus regieren“ (so 2017 auf der Jahrestagung der muslimbrudernahen „Islamic Society of North America“).

Gegen Kritik nahm im Januar 2017 umgehend Bruder Tariq seine Schwester Linda in Schutz mit den Worten: „Es gibt nichts, was Fanatiker mehr fürchten als starke muslimische Frauen.“

Eine starke muslimische Frau ist zweifellos auch Kübra Gümüşay. Bekannt wurde Kübra als Bloggerin („Ein Fremdwörterbuch“), taz-Kolumnistin und Aktivistin der Mädchenmannschaft.“ Auszug aus

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