Opfer des „Islamischen Staates“

Vermisste Jesiden: Ein Leben im Verborgenen

Während die Macht des IS im Irak und Syrien schwindet, bleiben Tausende Jesiden verschwunden. Viele der entführten und verkauften Menschen, glauben Aktivisten, werden versteckt oder verstecken sich aus Scham und Angst.

https://www.dw.com/de/un-islamischer-staat-setzt-v%C3%B6lkermord-an-jesiden-im-irak-fort/a-39959453

Viele Yesidi-Frauen werden weiterhin vermisst

Das jesidische Mädchen Dalia: Sie befürchtete, am Ende als Sex-Sklavin verkauft zu werden

Irak Lamia Hadschi Baschar Jesiden IS-Verfolgte

Die Jesidin Lamia Hadschi Baschar konnte im Mai 2016 aus der IS-Gewalt fliehen

Verbrechen gegen Jesiden

UN: „Islamischer Staat“ setzt Völkermord an Jesiden im Irak fort

Drei Jahre nach dem Angriff des „Islamischen Staats“ auf Jesiden haben die Vereinten Nationen ein internationales Eingreifen gefordert. Noch immer seien viele Mitglieder der Volksgruppe in der Gewalt der Islamisten.

Das jesidische Mädchen Dalia: Sie befürchtete, am Ende als Sex-Sklavin verkauft zu werden

Viele Yesidi-Frauen werden weiterhin vermisst (DW/J. Neurink)

https://www.dw.com/de/vermisste-jesiden-ein-leben-im-verborgenen/a-41442820

Mehr als 6000 Jesiden wurden vom sogenannten Islamischen Staat (IS) im Nordirak und Syrien entführt. Bis heute, drei Jahr danach, gelten mehr als die Hälfte von ihnen weiterhin als vermisst. Doch viele von ihnen, so berichten unter anderem Entwicklungshelfer, würden unerkannt in Flüchtlingslagern für Binnenvertriebene leben – versteckt in arabischen Familien, die dort Zuflucht suchen. Viele der betroffenen Jesiden, sagt der Aktivist Mirza Dinaye, fürchteten nun um ihr Leben, weil sie während ihrer Gefangenschaft unter dem IS dazu gezwungen wurden, zum Islam zu konvertieren. Dinaye setzt sich für eine aktive Suche nach ihnen ein, damit sie wieder in ihre Familien zurückkehren können.

Die Entführten seien Opfer der IS-Strategie, den jesidischen Glauben auszulöschen, sagt Dinaye: „Wir wissen, dass sie völlig in der muslimischen Gemeinschaft assimiliert sind. Sie glauben, dass es den jesidischen Glauben nicht mehr gibt, und leiden oft unter einer Art Stockholm-Syndrom.“ Das Stockholm-Syndrom ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Entführte eine positive emotionale Beziehung zu ihren Entführern oder ihrer Situation entwickeln. (Auszug aus Berichten der Deutschen Welle).

Linke Zeitungen berichten weder über das Los und Leid der Eziden umfassend noch über den Völkermord an den Armenien-Christen, die Vertreibung der Kopten und orthodoxen Christen aus Irak, aus Syrien.