Passt auch auf „ein blöder Spruch wird publiziert“:

Zitat: „Nur Passdoitscher“: Das ist die Definition von Doitscher. Alles andere ist biologistischer Unsinn und genau der Rassismus, den ihr bestreitet, weil ihr EINFACH NICHT RAFFT WAS RASSISMUS IST.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus LIES DAS DU IGNORANTES ARSCHLOCH, schreibt Mario Mohr, und findet, dass das keine Hass-Sprache ist. Nun gut, so sind sie halt.

Das schrieb dieser Herr laut Twitter:

https://twitter.com/MohrMario/photo Im Twitter-Profil steht da dann auch noch: Hi ppl, enjoy my twitter. 35s is my Solitaire record. I guess I beat yours, right? white cis-male hetero but pro LGBTQIA+ / BPOC „Halt die Fresse.“ = mute

Mario „Zweitnname“ Mohr@MohrMario

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Julia Probst@EinAugenschmaus·Süß, wie die ganzen alten Weißen Männer sich nun über meinen Tweet aufregen und mir vorwerfen, dass ich als Weiße nichts zu sagen habe zu #Rassismus. Mansplaining vom Feinsten. Aber sie als Weiße alte Männer schon. Guter Witz. Mein Vater kommt übrigens aus Algerien.

Passt auch auf „ein blöder Spruch wird publiziert“:Mario „Zweitnname“ Mohr@MohrMarioAntwort an @bB @EinAugenschmaus„nur Passdoitscher“ Das ist die Definition von Doitscher. Alles andere ist biologistischer Unsinn und genau der Rassismus, den ihr bestreitet, weil ihr EINFACH NICHT RAFFT WAS RASSISMUS IST. https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus LIES DAS DU IGNORANTES ARSCHLOCH3:36 nachm. · 1. März 2020·Twitter Web App

Darauf kommt dann die Antwort:

Werter Herr Mohr, wer ist „ihr“? Meinen Sie mich oder Frau Augenschmaus? Oder meinen Sie irgend eine Ihrer Feindbilder? Erlauben Sie mir gefälligst, mich als halber (sturer) Niedersachse und halber (offenherzig, fröhlicher, humorvoller) Kölner mit zeitweilig sehr katholischer Prägung und zudem Integrationsscheitern als Kölner im (sturen und doch auch freisinnigen, kirchenfernen, dennoch eher reformiert-kalten, sinnenfernen, farblosen, nebelumschwadenden weiten Ostfriesland) Norden erkennen zu müssen, dass a) Kölner gerne Kölner Kultur und b) Niedersachen gerne ihre regionalen Dialekte, Speisen, Gewohnheiten, Versperrtheiten leben (und auch Kölner ungerne integrieren, überhaupt die „Nordrhein-Vandalen“ als hochnäsig empfinden, weil sie die nur als fordernde Urlauber kennen.

Ich bleibe Kölner. Ostfriesen sind Ostfriesen. Sachsen sind Sachsen. Hamburger haben ihren eigenen Stil. Oder was ist mit Schwaben, Franken, Bayern oder Oberbayern. Was ist mit Tirolern oder Sizilianern. Seien Sei froh, dass man unter „Deutschland“ ab dem 19. Jahrhundert eine Einheit in Vielfalt verstand, so wie Europa heute eine Einheit in Vielfalt sein könnte. Wären da nicht Bürokraten, die aus der Vielfalt einen Eintopf machen wollen, in dem die einzelnen Kulturbesonderheiten wie Dialekt, Sprache, Religionsgeschichte der Region, Freiheitswillen, Charakter so gar keine Rolle mehr spielen. In denen es arrogante Pseudo-Gebildete nicht begreifen, dass ein Landwirt ungern mit seinem Arbeitshänden, so er noch nicht volldigitalisiert ist, von seiner Scholle in einen Schickimickiladen in Berlin-Kreuzberg geht.

Ich bleibe Kölner hier, ob ich will oder nicht. Und ob Sie das wollen oder nicht. Und die Ostfriesen, zumeist Kinder ehemaliger Ostpreußen, Pommern, die sich hier anpassten wie die Vietnamesen, die allesamt katholisch sind und doch für sich, auch. Keiner will anders werden. – Beileibe, ich versteh es.

Und an den Herrn Mohr: Danke für das „Arschloch“. Dasselbe kackt gerne auf braune Scheiße, die nur rot gefärbt ist, aber im innersten zutiefst verbohrt, zum Hass ohne Alternative, schlicht gewaltbereit wie jeder dieser Hansels, die ihre Eltern und Großeltern, Geschwister und Verwandten, ihr ganzes Land hassen.

Übrigens: Wer seine eigene Kultur liebt, versteht auch, dass Türken ihre, Kurden ihre, Aleviten ihre, Russen ihre, Ukrainer ihre, Esten, Letten, Lithauer, Polen, Tschechen, Slowaken ihre eigene Kultur behalten wollen. Die Ungarn auch. Das ist nicht immer Nationalismus und Rassismus. Möglicherweise wollen das Syrer, Libanesen, Libyer auch, oder Menschen aus dem Senegal, aus Afghanistan. Jeder versteht das.

Die Frage ist nur: Möchte der Ostfriese, der Kölner, der Bayer, der Sachse unbedingt über das Maß der ihn sowieso bedrängenden jeweiligen anderen Deutschen und Europäer unbedingt sich noch mit islamischen Essgewohnheiten, Toilettengewohnheiten, Lebensgewohnheiten befassen? Einzelne sicher . Aber alle? Und reicht es nicht, sich mit ein paar kulturfremden Menschen im Dorf, im Stadtteil zu befassen? Muss man gleich einer ganzen riesigen Gruppe ausgesetzt sein?

Also, lieber Herr Mohr, oder wie Sie heißen. Oder Frau Augenschmaus. Ist es Rassismus, wenn man seine Tür gerne zu macht, wenn man seine Ruhe braucht oder einfach haben will? Gewiss nicht.

Einen schönen Sonntag.

Übrigens: Im Gottesdienst meiner Gemeinde waren ein paar katholische eingedeutschte Vietnamesen, die dankbar sind, damals hier eingegliedert worden zu sein. Niemand beklagt sich, jeder kümmert sich um sein Leben, sucht sich seine Freunde, seinen Chor, seinen Sportverein. Keiner will den anderen missionieren. Aber arabische junge Männer sah ich nicht. Wie soll ich da was gegen sie haben oder für sie übrig haben, wenn sie sich nicht für MEINE Kultur, MEINE Religion interessieren. Sie kommen doch, nicht ich. Wenn ich nach Thailand reisen würde, würde ich mich für Buddhismus interessieren, in Tibet auch. Auch wenn die Kommunisten keine Religion mögen, die Tibeter sind längst dominiert von der chinesischen Einwanderung seit der Kulturzerstörung, die sie Revolution nannten.

Sind Tibeter Rassisten, wenn sie ihren Buddhismus pflegen und nicht den Konfuzionismus? Nein.

Ach, diese Dame sagt dazu auch noch was:

Was der Virus mit Flüchtlingen zu tun hat, versteht sicher nur der Virologe Prof. Droste, der alles ganz furchtbar findet, wie man in Deutschland damit umgeht. Ich misch mich da nicht ein. Wir haben uns eingedeckt und genießen die Weite Ostfrieslands. Vorläufig muss ich nicht in die Stadt. Viva la libertad